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Weiblicher Zyklus

Zwischenblutungen: Die verschiedenen Arten und ihre Ursachen

Blutungen außerhalb der Periode

Was sind Zwischenblutungen?

Als Zwischenblutungen werden Blutungen bezeichnet, die außerhalb der monatlichen Regelblutung auftreten. Man unterscheidet Zwischenblutungen abhängig vom Zeitpunkt ihres Auftretens und ihrer Stärke in verschiedene Formen:

  • Schmierblutung (Spotting)
  • Ovulationsblutung
  • Einnistungsblutung
  • Krankhafte Zwischenblutung

Dauer der Zwischenblutung

Die Dauer der Zwischenblutung kann je nach Form und Ursache stark variieren. Während Ovulationsblutungen in der Regel nur wenige Stunden andauern, können krankhaft bedingte Blutungen auch über mehrere Tage hinweg fortbestehen. Das Auftreten von Zwischenblutungen ist auch in wiederkehrenden Abständen möglich.

In diesem Blogartikel findet du eine Übersicht über die gängigsten Arten von Zwischenblutungen mitsamt ihrer Merkmale.

Schmierblutung

Einleitung der Regelblutung

Die bekannteste Art der Zwischenblutung ist die Schmierblutung. Sie zählt zu den häufigsten Blutungen, die außerhalb des normalen monatlichen Rhythmus vorkommen. Die Schmierblutung wird in Zyklus-Apps mitunter auch als Spotting bezeichnet. 

Schmierblutungen können theoretisch in jeder Phase des Zyklus auftreten. Häufig sind aber unmittelbar vor Beginn der Regelblutung beobachtbar.

Schmierblutung ≠  Periodenblutung

Eine Schmierblutung ist nicht dasselbe wie eine Periodenblutung. Während bei der Regelblutung frisches hellrotes Blut zum Vorschein kommt, besitzt die Schmierblutung in der Regel eine rot-bräunliche Farbe.

Schmierblutungen kennzeichnen sich durch ihre rot-bräunliche Farbe.

Auch hinsichtlich der Intensität der Blutung gibt es große Unterschiede. Bei Schmierblutungen ist die Blutmenge um einiges geringer als bei der Periode. Während bei der Regelblutung im Schnitt 40-60 ml abgehen, sind bei Schmierblutungen häufig nur einige Blutflecken zu sehen.

Gelbkörperschwäche als Ursache

Schmierblutungen können auf ein hormonelles Ungleichgewicht hindeuten. Insbesondere bei einer Gelbkörperschwäche sind Schmierblutungen nicht ungewöhnlich. Bei dieser hormonellen Störung sorgt ein zu niedriger Progesteronspiegel (Progesteron wird auch als Gelbkörperhormon bezeichnet) zu einer vorzeitigen Abblutung. Häufig lässt sich bei einer Gelbkörperschwäche auch eine verkürzte zweite Zyklushälfte beobachten.

Ein häufiger Auslöser von Schmierblutungen ist eine Gelbkörperschwäche.

Ovulationsblutung

Blutung kurz nach dem Eisprung

Eine weitere Form der Zwischenblutung ist die Ovulationsblutung (auch Eisprungblutung oder Mittelblutung). Die Ovulationsblutung gehört zu den am häufigsten vorkommenden Blutungen inmitten des Zyklus. Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Eisprung (daher „Ovulations“-blutung) und findet in der Regel unmittelbar nach diesem statt.

Bei einer üblichen Zykluslänge von 21 bis 35 Tagen (siehe Blogbeitrag Normale Zykluslänge), findet die Ovulationsblutung kurz nach dem Eisprung – also etwa 10 bis 16 Tage nach dem Beginn der Periode statt. Ist der Zyklus unregelmäßig, kann sich die Ovulationsblutung natürlich auch nach vorne oder hinten verschieben.

Grund für die Ovulationsblutung ist der Hormonentzug direkt nach dem Eisprung. Während des Eisprungs findet ein schneller Anstieg des Hormons Östrogen statt. Direkt nach dem Peak fällt die Konzentration des Östrogens rasch wieder ab. Dieser Östrogenabfall wirkt wie eine Art Hormonentzug und kann zu leichten Zwischenblutungen führen.

Eine Ovulationsblutung entsteht durch den raschen Abfall des Hormons Östrogen nach dem Eisprung.

Die Ovulationsblutung kennzeichnet sich durch eine sehr geringe Blutmenge. Da im Zuge der Ovulationsblutung häufig nur wenige Bluttropfen abgehen, wird sie von vielen Frauen gar nicht erst bemerkt. Zudem ist die Ovulationsblutung in der Regel sehr kurz und dauert nicht länger als 12 bis maximal 72 Stunden. Zum Vergleich: Die Dauer der Periodenblutung beträgt im Normalfall zwischen 3 und 7 Tagen.

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Die Ovulationsblutung tritt häufig mit leichten Bauchschmerzen (auch Mittelschmerz genannt) auf.

Wenn du wissen willst, ob es sich bei deiner Zwischenblutung um eine Ovulationsblutung handelt, macht es Sinn, nach weiteren Hinweisen Ausschau zu halten, die auf einen Eisprung deuten, z.B.

  • Mittelschmerz
  • Empfindliche Brüste oder Brustwarzen
  • Anstieg der Basaltemperatur nach dem Eisprung
  • Klarer, flüssiger oder fadenziehender Zervixschleim
  • Weicher und hochsitzender Muttermund